Tunnelbau in abrasiven Böden – Rückblick auf ein Projekt in Deutschland

Das Rohrvortriebsverfahren ist ein allgemein bekanntes Verfahren für die Herstellung von Rohrtunneln kleiner Durchmesser zwischen DN 250 und DN 4.000 und einer Länge von 50 bis 1.200 m. Die Methode eignet sich für den Einsatz in Lockergesteinen (Lehm, bindige Böden und Sand), in weichem Fels (< 50 MPa) und in hartem Fels (50 – 200 MPa). Beim unterirdischen Rohrvortrieb wird von einer Startgrube aus der Rohrtunnel (im Gegensatz zum Tübbingvortrieb für große Nenndurchmesser) mit Hilfe von statischer Energie durch den Baugrund bis in eine Zielgrube vorgetrieben. Die geologischen Bedingungen spielen eine wesentliche Rolle für die tägliche Arbeitsleistung von bis zu 50 m pro Arbeitstag im gut geeigneten Baugrund bis hin zu wenigen Zentimetern in schwerer Geologie. Die Vortriebsleistung kann in Abhängigkeit von stark schwankenden Grundwasserständen, Hindernissen oder stark abrasiven Böden großen Schwankungen unterliegen.

In diesem Aufsatz sollen (1) das Verfahren des Rohrvortriebs vorgestellt werden, (2) Möglichkeiten zur Erkundung und Beschreibung der geologischen Bedingungen aufgezeigt werden und (3) die Möglichkeit der Anpassung der Ausführung auf der Grundlage der Kenntnisse aus dem Baugrundgutachten und der Bauausführung aufgezeigt werden. Die Ausführungen finden auch Anwendung für den Einsatz im Tübbingvortrieb sowie von EPB- und Slurry-Maschinen.

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